Kunstgeschichte von Solingen
1919 ist das Gründungsjahr des Solinger Künstlerbundes. Robert Schuhmann ist der Gründer des Künstlerbundes. Zusammen mit seinen Paten war er der Anreger der Vereinigung bildender Künstler, Schriftsteller und Musiker. 1931 wurde von dem Künstlerbund eine große Ausstellung von Arbeiten junger Künstler auf die Beine gestellt. Nach dem zweiten Weltkrieg kamen nur langsam alte Künstlerfreunde aus Solingen zusammen. Die erste Jahresausstellung fand im Jahr 1954 statt. Das Klingenmuseum wurde eröffnet. Damit begann die große Zeit der Solinger Künstler. Die Jahresausstellung wurde damals noch Weihnachtsausstellung genannt. Auf Drängen junger Künstler wurde die Ausstellung zur Interessengemeinschaft der Solinger Künstler umbenannt. Ziel war es mit der Umbenennung die Gemeinschaft zu beleben und enger zusammenzuführen. Nur wer mindestens drei Mal zu einer Bergischen Kunstausstellung zugelassen wurde durfte Mitglied in dieser Gemeinschaft werden. 1962 kommt es auf Initiative von Mitarbeitern des Kulturamtes zu einer Änderung der Juryzusammensetzung der Bergischen Kunstausstellung.
Solingen - Kunstgeschichte
1968 ist man auf der Suche nach passenden Räumlichkeiten. Ein Fachwerkhaus am Botanischen Garten wird vom Kulturamt zur Verfügung gestellt. Es erweist sich leider als ungeeignet. In der Gemeinschaft wird heftig diskutiert, nachdem ein weiteres Fachwerkhaus am Kannenhof von der Stadt angeboten wurde. Nachdem der Kohlenkeller des Klingenmuseums als geeignete Räumlichkeiten ins Gespräch kam wurden die Gemüter beruhigt und die Ausstellung zog in diese Räumlichkeiten. Bis 1995 war dies die Heimat der Interessengemeinschaft, aus der im Jahr 1974 ein Verein wurde. Nach Erweiterung der Galerie um Aufenthaltsräume wurde auch die Artothek ins leben gerufen. Der Verein erklärt sich bereit, die Artothek mit zu betreuen. Es werden Räumlichkeiten mietfrei überlassen. Ulle Huth wird 1988 die erste Vorsitzende der Solinger Künstler. Dem Oberbürgermeister Gerd Kaimer wird 1989 eine Unterschriftensammlung übergeben, gleichzeitig wird das Gräfrather Rathaus zum Kunstmuseum erklärt. Durch die Tatsache, dass immer mehr Künstler, die nicht aus dem Bergischen Kreis kamen ihre Kunst zeigten, nannte die Vorsitzende der Solinger Künstler die Aussteller bei einer Eröffnungsrede Hausbesetzer.