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Die Kunst im Musée d’Orsay in Paris

Folgt man bei einem Besuch in Paris der Seine auf der südlichen Uferseite, trifft man etwa auf der Höhe des berühmten Louvre auf ein weiteres, nicht weniger bekanntes Pariser Museum - das Musée d’Orsay.

Das Museum beherbergt die weltweit größte Sammlung impressionistischer und post-impressionistischer Malerei und ist besonders für die Werke von Künstlern wie Vincent van Gogh und Claude Monet bekannt. Doch es ist nicht nur ein Ausstellungsort für Gemälde und Skulpturen allein, sondern auch für Werke aus den Bereichen Fotografie, Design und Architektur. Dabei steht vor allem die Kunst von 1850 bis 1914 im Mittelpunkt der Ausstellung.

Vom Bahnhof zum Museum

Das Pariser Musée d’Orsay hat eine vergleichsweise kurze Geschichte und wurde in seiner heutigen Form erst im Jahr 1986 eröffnet. Davor diente das Gebäude unter dem Namen Gare d’Orsay als Bahnhof für den Fernverkehr. Errichtet wurde er zwischen 1898 und 1900 anlässlich der Weltausstellung in Paris. Er sollte durch seine zentrale Lage den Ausstellungsbesuchern die Anfahrt erleichtern und zudem durch seine zur damaligen Zeit moderne und innovative Architektur das Stadtbild verschönern. Neben seiner Funktion als Bahnhof diente der Gare d’Orsay dabei auch als Ort für Versammlungen und Tagungen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde nur noch das Hotel des Gare d’Orsay genutzt, doch 1973 wurde auch dieses geschlossen. Danach erfolgte der Umbau zum Museum und das ganze Gebäude wurde unter Denkmalschutz gesetzt.

Mehr als zwei Millionen Besucher besichtigen jährlich das Musée d’Orsay, welches damit zu den meistbesuchten Attraktionen von Paris zählt. Mit seiner ungewöhnlichen Architektur und der einzigartigen Ausstellung impressionistischer französischer Malerei ist es von unschätzbarem Wert für die Kunstwelt.